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Das, was das Bewusstsein verhüllt

Im Sanskrit gibt es Worte die so wunderbar einen komplexen Sinninhalt verkörpern. Eines davon ist das Wort UPADHI. Mit Upadhis sind begrenzende Hüllen, also unser Körper und unser Geist, gemeint. Wir identifizieren uns mit unserem Körper und meinen, wenn er nicht gut aussieht, wir wären nicht gut genug oder wenn er älter wird, schämen wir uns mitunter für die Falten die er erhält. Auch der Geist wird in der Vedanta Philosophie den Upadhis zugeordnet.

Hast Du schon einmal versucht während Du Dich auf eine Arbeit konzentriert hast, nur einen Gedanken zu denken?

Nämlich den, der gerade Deine Tätigkeit benötigt? Wärend ich diesen Satz schrieb, war ich kurz gedanklich abgeschweift. Das Ganze war kaum zu bemerken, nicht einmal eine Sekunde und doch war mein innerer Fluss unterbrochen. Also bewegte ich mich auf meiner persönlichen Zeitlinie vor oder zurück. Zum Beispiel:“ ich habe Hunger, ich schreibe nur kurz noch zu Ende“. Oder mir springen ebend erlebte Augenblicke vor die innere Leinwand.

Im Alltag wird das kaum bemerkt. Wir handeln, reden, nehmen auf und vergleichen innerhalb von Sekunden. Oft wird Multitasking mit viel Hochachtung belohnt. Was mache ich aber in der Meditation damit?

Eine Möglichkeit, ist das Betrachten.

Betrachte einen erhebenden Gegenstand. Es kann ein Bild, die Natur oder ein abstraktes Symbol sein. Schweife darüber und hefte Deinen Geist an dieses Objekt. Innerlich kannst Du ein Wort, das zu dem Betrachteten passt, wiederholen und beobachten. Welche Empfindungen entstehen?

Avidya lässt uns vergessen.

Es lässt uns vergessen, dass wir das Selbst sind (Atman). In dieser Unwissenheit (Avidya) identifizieren wir uns mit den Upadhis. Wir sind gefangen in der dualen Welt und empfinden ein Außen und ein Innen. Entweder uns gefällt das was im Außen passiert und es zieht uns an oder es missfällt uns und wir fühlen uns davon abgestoßen. In der Versenkung hast Du die Möglichkeit, Dich aus dieser Bindung zu befreien.

Eine wäre, den inneren Körper wahrzunehmen. Hier geht es um Körperwahrnehmung. Ich beginne damit meine innere Hand zu spüren, meine Augen sind geschlossen und obwohl ich sie nicht sehen kann, ist sie spürbar. Ich lasse mir Zeit. Tauche ein und dann entsteht ein Feld. Ohne Form, ohne Grenzen…

So lenke ich meine Aufmerksamkeit durch den ganzen Körper…

Mit etwas Übung, kannst Du Deinen inneren Körper auch spüren, wenn Du mit offenen Augen durch den Tag läufst. Du bist dann gegenwärtig.

 

 

Published in Allgemein

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