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Yoga in Bonn - der Blog Posts

Atman

Atman, das absolute Bewusstsein im Individuum.

Atman ist der göttliche Funken in jedem Menschen, die Wirklichkeit hinter jedem Schein. Der Atman ist frei von jeglicher Bindung. Er handelt nicht, besitzt nichts, stirbt nicht. Er ist unsterblich. Er ist das Wesen des Individuums, der Zeuge, jenseits von Zeit und Raum.

Er wohnt als Geist, umgeben von fünf Hüllen (Kosha)s im menschlichen Körper und verbirgt das Geheimnis dessen, was sich physisch fassen lässt.

Atman ist die wahre Antriebsfeder, die hinter den Impulsen der physischen Ebene steht. (Quelle: wiki.yoga-vidya.de/Atman)

Ich möchte hier berichten, wie ich dazu kam, was mich bewegt und den Weg den uns Bernd Kolb, mit seiner wunderbaren Reise möglich macht. In seinem Buch ATMAN, zeigt er uns einen Weg, diesem Geheimnis näher zu kommen.

Die folgenden Zeilen eröffnen sein Werk:

„Wer nachsinnend, geleuterten Geistes, in Atman sich versenkt, Unaussprechlich durch Worte ist seines Herzens Seligkeit.“

Aus Siddhartha von Hermann Hesse

„Bernd Kolb begab sich auf die Reise, um nach denen zu suchen, die noch heute die alten Weisheitstraditionen Asiens bewahren.

Es gelang ihm, Bilder von weisen Menschen einzufangen, die immer noch unter uns sind und das wahre Glück kennen, weil sie es vermögen, im Hier und Jetzt zu sein.“, schreibt Jane Goodall in dem Vorwort zu seinem Buch.

Wenn es Dich interessiert, hier ist der Link zu seiner Website!

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„Verwurzel Dich in dir selbst!“

Weihnachten, Zeit der Geschenke.

Ein sehr guter Freund hatte an mich gedacht.

Es war ein Buch, „ATMAN“ der Titel von Bernd Kolb. Auf Facebook hatte ich schon den ersten Kontakt mit dieser Idee und war nun gespannt zu sehen, zu spüren wie es auf mich wirkte.

Die Idee besteht darin sich beim Betrachten des Bildes in sich zu versenken, zu beobachten was passiert. Welche Gedanken, welche inneren Bilder tauchen auf und im Idealfall, kommt man in einen inneren Raum von Stille, Verbundenheit und Unendlichkeit. Nichts rennt mehr, nichts muss getan werden oder kritisiert und vergleicht.

Ich kenne diese Variante der Versenkung und die Möglichkeit den ständig bewegten Geist zur Ruhe zu bringen. Man betrachtet, bewegt die Augen auf dem Bild und bleibt ganz und gar bei dem Objekt. Urteile steigen auf, Fragen wie – Was denkt der wohl?, alles ist erlaubt. Wichtig dabei ist nur, mit seiner gesamten Aufmerksamkeit beim Objekt zu bleiben.

Irgendwann entsteht ein Spalt, man taucht ein in das Dasein.

Und so war es auch, ich suchte mir irgendein Bild aus und es entstand Ruhe Stille Gleichmäßigkeit. Dieses Bild war mein Einstieg.

Beim Versenken stieg eine Information auf, eine Essenz, die mich genau in diesem Moment gut abholte und mich mit mir verband. Es war:

„Verwurzel Dich in dir selbst!“

Ich erlebte nicht nur Ruhe, sondern auch Klarheit. Und ich fühlte meinen Körper in die Tiefe sinken, er wurde schwerer und auch lebendiger. Ich war im Jetzt. Freude und Tatendrank stiegen auf.

Ich betrachte diese Bilder seit dem und fühle mich mehr und mehr in mir. Vielleicht nutzt Du diesen Moment gerade jetzt und probierst es aus. Schau auf das Bild, bleibe für 3 min dabei und beobachte was passiert.

Was ist passiert?

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Das, was das Bewusstsein verhüllt

Im Sanskrit gibt es Worte die so wunderbar einen komplexen Sinninhalt verkörpern. Eines davon ist das Wort UPADHI. Mit Upadhis sind begrenzende Hüllen, also unser Körper und unser Geist, gemeint. Wir identifizieren uns mit unserem Körper und meinen, wenn er nicht gut aussieht, wir wären nicht gut genug oder wenn er älter wird, schämen wir uns mitunter für die Falten die er erhält. Auch der Geist wird in der Vedanta Philosophie den Upadhis zugeordnet.

Hast Du schon einmal versucht während Du Dich auf eine Arbeit konzentriert hast, nur einen Gedanken zu denken?

Nämlich den, der gerade Deine Tätigkeit benötigt? Wärend ich diesen Satz schrieb, war ich kurz gedanklich abgeschweift. Das Ganze war kaum zu bemerken, nicht einmal eine Sekunde und doch war mein innerer Fluss unterbrochen. Also bewegte ich mich auf meiner persönlichen Zeitlinie vor oder zurück. Zum Beispiel:“ ich habe Hunger, ich schreibe nur kurz noch zu Ende“. Oder mir springen ebend erlebte Augenblicke vor die innere Leinwand.

Im Alltag wird das kaum bemerkt. Wir handeln, reden, nehmen auf und vergleichen innerhalb von Sekunden. Oft wird Multitasking mit viel Hochachtung belohnt. Was mache ich aber in der Meditation damit?

Eine Möglichkeit, ist das Betrachten.

Betrachte einen erhebenden Gegenstand. Es kann ein Bild, die Natur oder ein abstraktes Symbol sein. Schweife darüber und hefte Deinen Geist an dieses Objekt. Innerlich kannst Du ein Wort, das zu dem Betrachteten passt, wiederholen und beobachten. Welche Empfindungen entstehen?

Avidya lässt uns vergessen.

Es lässt uns vergessen, dass wir das Selbst sind (Atman). In dieser Unwissenheit (Avidya) identifizieren wir uns mit den Upadhis. Wir sind gefangen in der dualen Welt und empfinden ein Außen und ein Innen. Entweder uns gefällt das was im Außen passiert und es zieht uns an oder es missfällt uns und wir fühlen uns davon abgestoßen. In der Versenkung hast Du die Möglichkeit, Dich aus dieser Bindung zu befreien.

Eine wäre, den inneren Körper wahrzunehmen. Hier geht es um Körperwahrnehmung. Ich beginne damit meine innere Hand zu spüren, meine Augen sind geschlossen und obwohl ich sie nicht sehen kann, ist sie spürbar. Ich lasse mir Zeit. Tauche ein und dann entsteht ein Feld. Ohne Form, ohne Grenzen…

So lenke ich meine Aufmerksamkeit durch den ganzen Körper…

Mit etwas Übung, kannst Du Deinen inneren Körper auch spüren, wenn Du mit offenen Augen durch den Tag läufst. Du bist dann gegenwärtig.

 

 

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Die Atman Erfahrung

Die Atman Erfahrung. Hier zum ersten Mal, im Yoga Unterricht in Bonn.

Es war leicht, und erschaffte eine tiefe Ruhe. Viel hatte ich zuvor nicht über die Hintergründe und die Technik erzählt. Ich wollte, dass jeder seine Erfahrung frei von vorgefertigten Ideen, wie es sein sollte, erlebt. In meiner Erfahrung, sind das die größten Hindernisse. Wir wollen es besonders gut machen und in das verheißungsvolle Glück eintauchen. Und zack, da war das Ego schneller. Die Schüler hatten in der Stunde zuvor nur über die Arbeit von Bernd Kolb gehört und der Idee des ATMAN gelauscht.

Jeder suchte sich anfangs ein Bild aus und stellte es vor sich. Ich leitete die Atemübungen an und danach öffneten alle ihre Augen.  So war es einfach in der Ruhe zu bleiben.

Für ca. 3 Minuten schauten alle in die Gesichter, die Aufnahmen von Bernd Kolb. Ich habe den Raum als sehr still empfunden. Natürlich auch, weil sich niemand bewegte, aber ich bemerkte die Ruhe des Atems, die Mikrobewegungen hörten auf und es war, als drückte jemand die Pausetaste.

Viel haben wir danach nicht darüber gesprochen. Nur eine Aussage blieb, von vielen nickend bestätigt:

 

„Es war ganz einfach!“

 

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Wann, bin ich mal ganz bei mir selbst?

Für einen Moment war der Raum sehr still.

Der Satz der eben gefallen war, berührte uns. Die Frau, die ihn aussprach, sagte nicht viel. Sie betrachtete nocheinmal für einen kurzen Moment das Bild und erzählte uns kurz was sie bewegte. Sie hatte zuvor von mir gehört, dass Bernd Kolb der Fotograf dieses Bildes, in einem Moment der Verbundenheit mit seinem Gegenüber den Auslöser drückte. In einem Augenblick des Einssein.

Und genau das fragte sich etwas in ihr:“ Wenn dieser Mensch vor mir gerade ganz bei sich ist, wann bin ich mal ganz bei mir selbst?“

Sie wirkte, als wär sie für diese Sekunde sehr bei sich und mit sich verbunden.

Uns so wie sie diese Frage aussprach, so bewegte sich eine Welle durch den Raum, jeder war mit ihr und mit sich im selben Feld. Ich spürte genau, deswegen möchte ich, dass mehrere Menschen gleichzeitig dieses Erlebnis teilen.

Heute teile ich es mit Dir.

Ich sehe es als eine Chance ganz mit mir zu sein, wenn ich in dem Moment einer Begegnung ganz mit dem bin, was gerade ist. Es bedarf einiger Übung, Erwartungen, Vorstellungen oder mein Urteil beiseite zu schieben, dass, was dabei aber entsteht ist jeden Schweißtropfen wert. Ich bin nicht nur bei mir, sondern auch mit dem anderen verbunden.

Das Geschenk? Lebendigkeit, Neuland, Zufriedenheit….

 

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Sanftmut

Bist Du mutig genug, sanft Deinen Weg zu gehen?

Nichts lautes, extremes oder abgrenzendes ist der Weg des sanften Mutes. Es gibt kein Beifall oder heroische Reden, über das was man getan und erreicht hat. Den Mut zu haben, sich nicht als Besonderer als Andere zu sehen und es trotzdem zu tun, lehrt mich die heutige INMICHKEHR.

Dieser Weg wird oft belächelt. Nicht nur von den Menschen um mich, sondern ganz besonders von mir. In mir gibt es Teile die Erfolg wollen und mit der verdienten Anerkennung rechnen. Sie machen klein, was nicht an die große Glocke gehangen werden kann. In dieser Zeit ist es ein wichtiger Teil unserer Persönlichkeit geworden über das zu sprechen, was in uns und um uns passiert. Aber was passiert dabei? Es ist doch alles schon gelaufen….das heißt, die Ursache ist gesetzt und die Wirkung wird einsetzen. Das Einzigste das genährt wird ist mein Ego. Es wächst und wächst und braucht demnächst den nächsten Kick.

Das Handeln auf der einen Seite und das entspannte Gefühl, eine fast langweilige nicht Reaktivität auf der anderen Seite, erschafft diesen Sanftmut.

Sanftmut ist wie der stete Tropfen.

 

 

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